Universität Wien

Tagung Verschoben

 

!!Aufgrund der mometanen Lage und nicht absehbarem Weitergang wird die ArchaeoSkills2020 auf einen späteren Zeitpunkt verschoben - der bereits eingezahlte Tagungsbeitrag wird die nächste Zeit zurücküberwiesen! Entschuldigt die Unnannehmlichkeiten!!

ARCHAEOskills bietet die Möglichkeit, bereits zum siebten Mal seit der ersten Veranstaltung 2009, sich in Workshopseminaren zu unterschiedlichen Themen nach eigenen Interessen weiterzubilden. Da Universitäten nicht zu allen praktischen Aspekten der Archäologie regelmäßig Kurse anbieten können, soll hier der Bedarf an individueller Weiterbildung etwas aufgefangen werden.

 

Zu den Workshopseminaren der ARCHAEOskills konnten wir bereits  viele kompetente Workshopleiter*innen und Referent*innen  gewinnen, die den Studierenden Zusatzqualifikationen wie Fotografie,  Zeichnen,  Stratigraphie, Archäobotanik und Archäozoologie, GIS- Systeme und Image Based Modeling sowie Öffentlichkeits-Arbeit  vermitteln werden.

Workshops

  • Zahnbestimmung – An der Wurzel gepackt

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 9:00 - 13:00

    Ort: Seminarraum 13, Franz-Klein-Gasse 1

    Referentin: Viktoria Krenn

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Unsere Zähne können ausführliche Geschichten über uns erzählen. Das Besondere an ihnen ist, dass sie extrem hart sind und sich daher besonders gut und lange im Boden erhalten. Weiters werden sie nur in unserer Kindheit gebildet und im Anschluss ein Leben lang verwendet. Deshalb können sie uns so viel über ihre Besitzer preisgeben, angefangen bei der Ernährungs- und Versorgungslage in der Kindheit bis hin zu Abnutzungserscheinungen und Erkrankungen im Laufe des Lebens. Aber sie können noch viel mehr. Was das Alles ist, werden wir uns im angebotenen Workshop im Detail ansehen. Hier dreht sich alles um den Zahn: Wie ist er aufgebaut? Wie kann ich unterschiedliche Zahntypen erkennen und unterscheiden? Was verrät er uns? Was für Methoden und Techniken gibt es heute in der Wissenschaft, um Zähnen ihre Geheimnisse zu entlocken?

    Wir widmen uns den obigen Fragen und werden außerdem versuchen isolierte Zähne mit Hilfe von Original- und Abgussmaterial zu bestimmen.

    Falls vorhanden werden die WorkshopteilnehmerInnen gebeten eine Schieblehre sowie einen Bleistift mitzubringen.

     

    Referentin: Ich habe an der Universität Wien Biologie mit Schwerpunkt Anthropologie studiert. Zu Zähnen kam ich im Zuge meiner Masterarbeit in der Virtuellen Anthropologie und sie haben mich nie wieder losgelassen. Heute arbeite ich an der Universität Zürich – zwar mit Forschungsschwerpunkt ‚menschliche Geburt‘ – halte aber nach wie vor Lehrveranstaltungen zur Schädelanatomie und Zahnbestimmung in Wien und Zürich.

  • Stratigraphie in der Archäologie

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 9:00 - 13:00

    Ort: Hörsaal 7, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent:  Leopold Toriser

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Den Besucher*innen des Workshops wird eine kurze Einführung in die stratigraphische Methode nach Edward Harris und ihren Einsatz in der archäologischen Praxis geboten. Das dabei unumgängliche Werkzeug der Harris Matrix soll anhand von praktischen Beispielen erläutert und die in Wien entwickelte Software Matrix Composer vorgestellt werden. Die Teilnehmer*innen werden sich im Zuge des Workshops an einer freien Version dieses Programms versuchen können, weshalb gebeten wird einen Laptop mitzubringen. Zentrale Anliegen sollten auch eine kritische Auseinandersetzung mit Grabungs- und Dokumentationsmethoden, Überlegungen zu praktischen Problemen und Ideen für kommende Entwicklungen sein, wofür eine abschließende Diskussion ausreichend Raum bieten wird. Einem Aufkommen von Langeweile bei diesem eher trockenen Thema sollte der komödiantische Hintergrund des Referenten in ausreichender Weise entgegenwirken.

     

    Referent: Nach archäologischen und paläontologischen Lehrgrabungen im Zuge seines Studiums der Urgeschichte und Historischen Archäologie an der Universität Wien nahm der Referent seit 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an zahlreichen Grabungsprojekten im In- und Ausland (Türkei, Italien, Deutschland, Norwegen) teil. Als Praktiker ist er dadurch mit Befunden aus Ur- und Frühgeschichte, Neuzeit und jüngerer historischer Vergangenheit, sowie unterschiedlichen Grabungs- und Dokumentationsmethoden auf Forschungs- und Rettungsgrabungen vertraut. Über die letzten Jahre war er auf Forschungsprojekten der Universität Wien schwerpunktmäßig im Bereich der analogen Grabungsdokumentation und digitalen Matrixerstellung eingesetzt. Er arbeitet derzeit außerdem als Museumspädagoge am Naturhistorischen Museum Wien, ist Sänger einer Punkband und Kabarettist.

  • GIS-Anwendungen für Archäolog*innen

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 09-13:00

    Ort: GIS Labor, Franz-Klein-Gasse 1

    Referentin:  Cornelia Hascher

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: In diesem Workshop sollen praktische Anwendungsmöglichkeiten von Geographischen Informationssystemen (GIS) bei der Aufarbeitung archäologischer Grabungsdaten mit dem Programm QGIS v.3.x vermittelt werden.

    Die Teilnehmenden erlernen dabei Kenntnisse über das Einspielen von Messdaten, die Verknüpfung von Tabellen mit den erzeugten Vektordaten, das Einbinden von IBM-Rasterdaten sowie Techniken im Umgang mit digitalen Geländemodellen (DGM) und deren Ableitungen, das Georeferenzieren von Plänen und historischen Karten, sowie das Erstellen und Exportieren von Karten.

    Außerdem wird den Teilnehmenden vermittelt, über welche Internet-Plattformen open-source Geodaten für die Bearbeitung eigener Projekte bezogen werden können, als auch wertvolle Tipps bei der Anwendung von Web-GIS Applikationen.

    Es wird angeraten das Open Source Programm QGIS (kompatibel mit Windows/macOS/Linux/BSD/Android) bereits vorab auf dem eigenen Laptop zu installieren. Im Kursraum stehen aber auch Computer mit dem installierten Programm zur Verfügung.

    Grundlegende GIS- sowie PC-Kenntnisse werden für die Teilnahme vorausgesetzt.

     

    Referentin: Cornelia Hascher absolvierte das Bachelorstudium Ur- und Frühgeschichte an der Universität Wien. Aktuell studiert sie im letzten Abschnitt des Masterstudiums Urgeschichte und Historische Archäologie an der Universität Wien mit einer fachlichen Spezialisierung auf das Frühneolithikum in Ostösterreich sowie digitale Dokumentations- und Visualisierungsmethoden archäologischer Ausgrabungen.

    Ab 2015 arbeitete sie als Projektmitarbeiterin in der Studiensammlung des Instituts für Urgeschichte und Historische Archäologie Wien und ist seit 2018 Studienassistentin in der Studiensammlung.

    Seit 2016 ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Forschungs- und Lehrgrabungen am Attersee/OÖ unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Timothy Taylor tätig.

    Daneben sammelte die Referentin seit 2017 als Tutorin für unterschiedliche Lehrveranstaltungen an der Universität Wien, u.a. GIS, CAD, Vermessungskunde, Bestimmungs- und Zeichenübungen sowie Bachelorseminare reichlich Erfahrung in der Vermittlung von archäologischen Methoden.

  • Grundlagen der archäologischen Fotografie

    Datum: Theorie am Freitag, 01.05.2020

              + Praxis am Samstag, 02.05.2020

    Zeit: jeweils von 9:00 - 13:00

    Ort: Abgußsammlung, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent*in:  Kristina Klein & Dominik Hagmann

    Teilnehmer: 10 Personen

    Unkostenbeitrag: 30 Euro (für beide Teile)

     

    Inhalt: Ziel dieses zweiteiligen Workshops ist es, dass Sie als Teilnehmer*in eine digitale Spiegelreflexkamera bedienen können, ihre grundlegenden Funktionen kennen um diese schließlich im Rahmen von archäologischen Aktivitäten, wie etwa Ausgrabungen oder der Einzelfunddokumentation, anwenden können.

    Dafür werden wir in einem ersten Teil genauer anhand einer digitalen Spiegelreflexkamera folgende Kernthemen behandeln:

    • Die Kamera – Aufbau und Funktion

    • Die Aufnahmemodi

    • Das Objektiv

    • Blende/Verschlusszeit/Iso-Empfindlichkeit

    • Bildformate

    • Weißabgleich

    Wir wenden das Gelernte anschließend an, um die Wirkung der verschiedenen Kameraeinstellungen zu testen und uns so mit einer digitalen Spiegelreflexkamera vertraut zu machen.

     

    Der zweite, praktische Teil setzt sich neben der Aufnahme von archäologischen Funden auch mit der Wirkungsweise verschiedener Lichtformen der Studiobeleuchtung auseinander, die Sie nach einer Einführung selbst ausprobieren. Außerdem sehen wir uns Möglichkeiten der digitalen Bildoptimierung anhand einer Bildbearbeitungssoftware an.

     

    Die beiden Workshop-Teile können nur zusammen belegt werden. Die Kameras werden von der Kursleitung zur Verfügung gestellt.

     

    Referent*in:

    Kristina Klein: Meine Fotografie-Lehre am ehem. Institut für Ur – und Frühgeschichte habe ich 2011 abgeschlossen. Nach einem Jahr als Fotografin an der Medizinischen Universität bin ich seit 2012 Fotografin am Institut für Klassische Archäologie. Zu meinen Hauptmotiven zählen Kleinfunde sowie Objekte und Abgüsse aus der archäologischen Sammlung. Auch Reproduktionen von Vorlagen und die Digitalisierung von analogem Fotomaterial sind wesentliche Teile meiner Arbeit am Institut.

     

    Dominik Hagmann: Seit 2018 bin ich Universitätsassistent (prae doc) am Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien. Als Archäologe mit Fokus auf provinzialrömische Archäologie beschäftige ich mich in Forschung und Lehre besonders mit ländlicher Besiedlung im Imperium Romanum. Neben der Datenerhebung im Rahmen von Feldforschungen (Ausgrabungen, Surveys, Prospektionen) setzte ich mich ebenso mit deren Interpretation auseinander. Weiters beschäftige ich mich u.a. mit den theoretischen Aspekten der Digitalen Archäologie.

  • Geld stinkt nicht - Von Fundmünzen und Silberschätzen des Mittelalters und der Neuzeit

     

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 9:00 - 13:00

    Ort: Seminarraum 11, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent*in:  Agnes Aspetsberger & Johannes Hartner

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt:  Das Fach der Numismatik beschäftigt sich vorrangig mit der Münz- und Geldgeschichte vergangener Epochen. Neben schriftlichen und bildlichen Quellen bilden Münzen, als vielseitiges Medium, selbst natürlich das beste Quellenmaterial. Sie liefern uns eine Fülle an Informationen, die anderen Disziplinen wiederum als wichtiges Grundlagenmaterial dienen. Dabei ist die Dokumentation und Auswertung von Fundmünzen ein wesentliches Forschungsfeld.

    Der Workshop besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Zunächst werden wir gemeinsam die typischen Charakteristika mittelalterlicher und neuzeitlicher Münzen thematisieren und ihre Kriterien zur groben zeitlichen und räumlichen Einteilung besprechen. Münzfunde und deren Katalogisierung sowie die verschiedensten numismatischen Onlinedatenbanken sind ebenfalls Gegenstand dieses ersten Teils.

    Der praktische zweite Teil bietet uns die einmalige Möglichkeit an Originalen aus dem Bestand der Sammlung des Instituts für Numismatik und Geldgeschichte die korrekte Ansprache, Beschreibung und Bestimmung von Münzen zu üben und zu vertiefen.

    Im Anschluss daran blicken wir im Rahmen einer kleinen Instituts-Führung hinter die Kulissen.

    Der Workshop erfordert keinerlei Vorkenntnisse, er ist sowohl für Anfänger als auch TeilnehmerInnen mit numismatischer Vorerfahrung geeignet! Um den Workshop an die Interessen und das Vorwissen der angemeldeten TeilnehmerInnen anpassen zu können, bitten wir das folgende Onlineformular bis zum 5. April für uns auszufüllen: http://bit.ly/geld-stinkt-nicht

     

    Referent*in:

    Agnes Aspetsberger studierte im Bachelor Urgeschichte und Historische Archäologie und wechselte für das Masterstudium an das Institut für Numismatik und Geldgeschichte, wo sie seit 2017 als Studienassistentin die institutseigene Münzsammlung betreut. Im Laufe ihres Studiums spezialisierte sich Agnes Aspetsberger auf das Mittelalter und die Neuzeit. Thema ihrer Masterarbeit sind Münzwarnungen vor falschen Münzen aus dem 15. Jahrhundert, über die sie bereits in einigen internationalen Fachvorträgen sprach.

     

    Johannes Hartner absolvierte nach dem Bachelor in Geschichte das individuelle Masterstudium der Numismatik und Geldgeschichte. Seit 2015 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums Wien mit der Digitalisierung der mittelalterlichen Münzbestände betraut. Sein Forschungsschwerpunkt liegt neben der völkerwanderungszeitlichen Münzprägung und der Fundmünznumismatik besonders auf der Monetarisierung sowie Münz- und Geldwirtschaft des österreichischen Raums im 12. Jahrhundert, wozu er seine Doktorarbeit verfasst.

  • Archäologie und Kulturvermittlung

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 9:00 - 13:00

    Ort: Naturhistorisches Museum Wien

    Referentin:  Jasmin Hangartner

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: In diesem Workshop wird eine Einführung in das Berufsfeld Kulturvermittlung, sowie in aktuelle Methoden und Diskussionen der archäologischen Kulturvermittlung angeboten. Mit Beispielen aus der Praxis des Naturhistorischen Museums Wien werden Grundsätze der Vermittlung erarbeitet und der Einsatz verschiedener Techniken wie Hands-on, Rollenspiele, Arbeit mit Originalobjekten u.v.m. direkt vor Ort besprochen.

     

    Referentin: Jasmin Hangartner hat an den Universitäten Zürich und Wien Klassische Archäologie, sowie an der Universität Leiden Museum and Collection Studies studiert. Sie verfügt über sechs Jahre Berufserfahrung in der Kulturvermittlung an verschiedenen Museen in der Schweiz und Österreich.

  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Seminarraum 13, Franz-Klein-Gasse 1

    Referentin:  Fiona Poppenwimmer

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Was bedeutet Kommunikation? Wie erkenne ich meine Zielgruppe, ihre Erwartungen und Bedürfnisse? Welche Kommunikationsmöglichkeiten sind für die Wissenschaft sinnvoll?

    Der Workshop „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ soll grundsätzlich zum Nachdenken und einem bewussten Umgang mit diesem Thema anregen. Neben den allgemeinen Grundlagen und Mechanismen der Kommunikation werden wir über Kanäle, Werkzeuge und Möglichkeiten der Wissenschaftskommunikation, Best-Practice-Beispiele und Weiterbildungsmöglichkeiten diskutieren. Eigene Themen, Anliegen und Vorhaben sind in der Diskussion herzlich willkommen.

     

    Referentin: Fiona Poppenwimmer studierte Urgeschichte und historische Archäologie an der Universität Wien. Seit 2013 ist sie für die Hallstattforschung tätig und betreut dafür auch den „Stiegenblog“ (http://hallstatt-forschung.blogspot.com). Seit 2019 ist sie im Kuratorium Pfahlbauten für PR, Kommunikation und Community Management zuständig.

  • Archäologisches Fundzeichnen:

    Im Reich von Minenbleistiften und Millimeterpapier

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Sammlung UHA, Franz-Klein-Gasse 1

    Referentin: Doris Jetzinger

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich für die „traditionelle“ grafische Dokumentation von archäologischen Funden interessieren – besonders an diejenigen, die erst wenig oder noch keine Erfahrung auf dem Gebiet sammeln konnten, oder Leute, die gerade vor der ersten größeren eigenen Materialaufarbeitung stehen (zb. für eine Bachelorarbeit) und noch nach Tipps suchen. Voraussetzungen gibt es keine.

    Zum Inhalt – Funde zeichnen lernen in vier Stunden!? Leider nicht ganz (außer jemand ist ein Wunderkind). Aber fast genauso gut: eine Einführung in die grafische Dokumentation der drei Materialgruppen Keramik (Gefäßkeramik), geschlagene Steingeräte (Silices) und Metall. Zu allen drei Materialgruppen werden gängige Zeichenrichtlinien sowie verschiedene Vorgehensweisen für das Erstellen der Vorzeichnung bis zur fertigen Umzeichnung vorgestellt. Im Praxisteil wird dann die trockene Theorie umgesetzt, wobei wir uns aus Zeitgründen auf die Bleistiftvorzeichnungen beschränken werden.

    Ziel ist es, den TeilnehmerInnen einen Einblick in die unterschiedlichen Aspekte des archäologischen Fundzeichnens und einen Leitfaden für das eigene Arbeiten zu geben. Ein Skriptum mit den wichtigsten Zeichenrichtlinien und praktischen Tipps  wird zur Verfügung gestellt und euch vorab via email zugesandt.

     

    Von den Teilnehmer*innen mitzubringen:

    - Druckbleistifte/Minenbleistifte (0,3 mm od. 0,5 mm), Radiergummi

    - Geodreieck

    - Knetradiergummi/Knetgummi (zb. von Faber Castell) od. Knetmasse

    - Schublehre

    - Millimeterpapier A4

    Nach Möglichkeit mitzubringen:

    - Profilkamm, Lötblei

    - Zielscheiben

     

    Referentin: Doris Jetzinger studiert seit 2012 Urgeschichte und historische Archäologie an der Universität Wien. Im Moment schreibt sie in an ihrer Masterarbeit zu Bestattungssitten und Siedlungsstrukturen der mittelneolithischen Lengyel-Kultur. Seit 2014 arbeitet sie als archäologische Fundzeichnerin für unterschiedliche Projekte im In- und Ausland und ist zudem regelmäßig als Mitarbeiterin und Tutorin auf Grabungen tätig. Ihre Forschungsinteressen umfassen unter anderem Landschaftsarchäologie, Landschaftscharakterisierung und -Rekonstruktion, GIS-basierte Analysemethoden, Image-based Modelling und materielle Kultur.

  • Archäobotanik

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Labor ÖAI/ÖAW, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent: Thorsten Jakobit

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Archäobotanik, oder auch Paläoethnobotanik, untersucht pflanzliches Material, das aus archäologischen Ausgrabungen stammt und im Bezug zu archäologischen Fragestellungen untersucht wird. Als interdisziplinäre Wissenschaft verbindet die Archäobotanik nicht nur Archäologie und Botanik, sondern auch Agrarwissenschaften, Historische Wissenschaften,  Klimatologie u.s.w.

    Im folgenden Workshop wird besonders auf den Aspekt Landwirtschaft und Ernährung eingegangen. Getreidekörner machen einen Großteil des archäobotanischen Fundmaterials vieler Ausgrabungen aus, und anhand der Getreidefunde kann viel über die Subsistenzwirtschaft einer Kultur ausgesagt werden. Nach einer theoretischen Einführung können die Teilnehmer anhand von archäobotanischen Funden die Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen Getreidearten kennenlernen. Es werden nicht nur Körner, sondern auch Spreureste von Getreiden behandelt. Im Zuge des Workshops wird zusätzlich ein Überblick über die Arbeitsmethoden der Archäobotanik vermittelt, die vom Bergen des botanischen Materials mittels Flotation bis zur Analyse der Ergebnisse reichen.

     

    Referent: Thorsten Jakobit sch hat „Nutzpflanzenwissenschaften“ an der Universität für Bodenkultur in Wien studiert. Er ist seit zwei Jahren im Bereich Archäobotanik tätig und arbeitet derzeit an seiner Dissertation, die die Pflanzenreste der neolithischen Pfahlbauten am österreichischen Attersee und Mondsee behandelt.

  • Verarbeitung & Prozessierung von Vermessungsdaten

    Datum: Freitag, 01.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Ort: GIS Labor, Franz-Klein-Gasse 1

    Referenten:  Martin Fera & Sebastian von der Tu

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: COMING SOON

  • Image-based 3D modelling of cultural heritage assets

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 9:00 - 13:00

    Ort: GIS Labor, Franz-Klein Gasse 1

    Referent:  Geert Verhoeven

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Until a decade ago, acquiring 3D surface geometry using images (a process called image-based modelling) was a task that only photogrammetric experts could fulfil. However, this situation has dramatically changed in the past ten years due to the proliferation of powerful computer vision algorithms (such as structure from motion and multi-view stereo) that became embedded in easy-to-use photogrammetric software. However, this accessibility of image-based modelling and the seemingly limited knowledge that is currently necessary to create an image-based 3D surface model often turn out to be problematic when these digital surfaces should truthfully represent real-world objects and scenes.

    Whether it is to research paintings, monitor building degradation or survey landscapes, the accuracy and fitness-for-purpose of the image-based 3D models are primarily dependent on the input imagery. Therefore, this workshop wants to clarify essential photographic notions and delve a bit deeper into photo acquisition strategies for image-based modelling. Participants will:

     

    • get familiar with some more advanced terminology and concepts of photography such as focal length versus principal distance, depth of field, detector pitch, and diffraction. More basic concepts like exposure and white balance are assumed to be known;

    • learn to plan their photographic image acquisition so that the resulting 3D surface models and orthophotographs are suitable for the purpose they should serve (e.g. a 3D model in which details as small as 0.1 mm can be seen or an orthophoto with a 1:20 scale). More specifically, the interplay between focal length, object distance, detector pitch, and ground-sampling distance will be explored and linked to the concepts of image overlap, depth of field and baseline;

    • process a small collection of photographs in Agisoft Metashape Professional to learn the standard pipeline of an image-based modelling project. Along the way, core terminology and concepts of the photogrammetric and computer vision worlds will be clarified;

    • receive all the teaching material (i.e. the PowerPoint presentation, image acquisition checklist and an Excel spreadsheet).

     

    Target audience: everybody that wants to start with image-based modelling or just deepen their knowledge on the image acquisition part.

    Level: beginner to intermediate.

     

    Referent: Geert Verhoeven (°1978) graduated in Archaeology in 2002 and received his PhD degree in 2009 from Ghent University (UGent, Belgium). Afterwards, he worked three years as a part-time professor at the UGent to teach archaeological prospection and archaeological IT. In June 2010, he moved to Vienna to accommodate his job as a senior researcher in the Ludwig Boltzmann Institute for Archaeological Prospection & Virtual Archaeology (LBI ArchPro). His passion covers any form of terrestrial and airborne photography, image-based modelling using photogrammetric computer vision, image processing, data science and scientific visualisations. All these techniques are mainly researched to improve existing data acquisition and information extraction procedures for the benefit of archaeology and cultural heritage at large.

  • Die Kunst mit einem Abstract zu überzeugen

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 9:00 - 13:00

    Ort: Seminarraum 13, Franz-Klein-Gasse 1

    Referentinnen:  Sara Wanek & Veronika Kolomaznik

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Die Konferenzteilnahme – unumgänglich für eine Karriere in der Wissenschaft – stellt eine große, mitunter unüberwindbar scheinende Hürde dar. Die Vorstellung seine eigenen Ergebnisse vor einer Gruppe erfahrener, angesehener Forscherinnen und Forscher zu präsentieren und gar zur Diskussion zu stellen, führt zu Angstvorstellungen der schlimmsten Art. Wie soll man in diesem Umfeld nur bestehen? Aber noch viel schwieriger: Wie kommt man überhaupt in dieses Umfeld? Ein wissenschaftliches Abstract ist gefragt! Genau hier schließt der Workshop an und bietet Abhilfe für aussagekräftige <350 Wörter, wie sie so oft verlangt werden. Formalitäten, Aufbau und Inhalt werden nach diesem Workshop (hoffentlich!) nie wieder ein Problem darstellen und die nächste Konferenzteilnahme ist gesichert. Wenn ihr euch bereits vorab Abstracts als Inspiration anschauen möchtet, dann findet ihr einige auf www.visavis-conference.at.

     

    Mitzubringen: Bitte bring Stifte, Block und Laptop mit. Wenn du bereits Abstracts für Konferenzen, oder Workshops geschrieben hast, kannst du diese gerne mitbringen (am besten digital).

     

    Referentinnen: Sara Wanek (schreibt derzeit an ihrer Doktorarbeit im Fach Klassische Archäologie und hat zudem Astrophysik studiert) und Veronika Kolomaznik (ist am Finalisieren der Masterarbeit im Fach Klassische Archäologie) kennen die Herausforderung Abstracts zu schreiben. Als Vortragende konnten sie selbst bereits mit zahlreichen Abstracts überzeugen. Als Organisationsteam der VIS A VIS Conference waren sie nun in der Rolle Abstracts auszuwählen und zu bewerten. Sie wissen daher über häufige Fehlerquellen Bescheid und haben Erfahrungen, welche Formulierungen überzeugen, Eindruck machen bzw. gut verständlich sind.

  • Archäologie und Umwelt

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 09:00 - 13:00

    Ort: Hörsaal 7, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent:  David Eschner

    Teilnehmer: 15 Personen pro Kurs

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Vergisst die Archäologin oder der Archäologe im Forschungsdrang den Schutz der Natur oder behindert der Naturschutz archäologische Forschung? Schließt das eine das andere aus? Was versteht man unter Landschaftsgestalt, Landschaftshaushalt und Erholungswirkung der Landschaft vor dem Hintergrund des Naturschutzes? Am Beginn des Vortrages werde ich daher, basierend auf meiner Bachelorarbeit, die grundsätzliche Aussage und meine Theorie, dass Naturschutz gleichzeitig Kulturschutz darstellt, anhand der Aufschlüsselung der Begriffe „Naturraum“, „Kulturraum“ und „Lebensraum“ und deren Abhängigkeit zueinander erläutern. Hoffentlich eine nicht zu trockene Materie bildet ein Überblick über die Rechtslage durch eine kurze Betrachtung des Wiener Naturschutzgesetzes an Hand der Definition eines Naturdenkmals. Was sind Wirkfaktoren in der Bedeutung eines möglichen Einflusses auf ein Naturschutzgebiet und Beispiele möglicher Eingriffe in Schutzgebiete und Schutzobjekte. Anhand des fiktiven Beispiels eines wissenschaftlichen Grabungsvorhabens im Bereich der „Hügelgräber im Landschaftsschutzgebiet“ wird von mir hier der bürokratische Ablauf behandelt. Weit umfassender stellt sich dann eine Umweltverträglichkeitsprüfung dar, der Archäologinnen und Archäologen unterworfen werden, wenn sie sich mit großflächigen oder linearen Bauvorhaben auseinanderzusetzen haben. Ich erläutere mögliche Vorarbeiten, erkläre den Begriff der Maßnahmenflächen und in Folge die zu erwartenden technischen Schritte. Wenn ich Euch als Zuhörer*innen gewinnen kann, dann erwartet Euch ein Vortrag, der – inklusive einer Pause – Euch ein wenig den Schrecken vor der Bürokratie nehmen soll, die eine Grabung begleiten kann.

     

    Referent: Mein Name ist David Eschner und seit 2005 bin ich als Amtssachverständiger für Naturschutz im Gebiets- und Objektsschutz tätigt. Darunter versteht man die gutachterliche Tätigkeit, die Kontrolltätigkeit von Bauvorhaben, Innehaben einer Rechtsstellung vor dem Verwaltungsgerichtshof, die Umsetzung von stadtökologischen Zielen im urbanen Bereich, Landschaftshistorische Prospektionen und Dokumentationen im Naturschutz und schließlich die Verantwortlichkeit für den Naturdenkmalschutz in Wien. 2016 habe ich mit dem Studium der Urgeschichte und Historische Archäologie begonnen und meine Bachelorarbeit beschäftigt sich - erstaunlicherweise - mit „Archäologie und Naturschutz“. Obwohl die Ur- und Frühgeschichte Teil des Studiums ist, zieht es mich von den Epochen her eindeutig zu den Phasen mit bildlichen und schriftlichen Quellen.

  • Grundlagen der Bauforschung und Baudokumentation -

    Das Objekt als zentrale Quelle der Untersuchung

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 09:00 - 13:00

    Ort: Seminarraum Ägyptologie, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent:  Roman Schneider

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Ziel der Veranstaltung ist es, einen Einblick in die klassische Bauforschung und deren Herangehensweisen zu ermöglichen. Dabei sollen arbeitstechnische Grundlagen, welche für eine korrekte Einordnung historischer, räumlicher und konstruktiver Besonderheiten von Baudenkmälern relevant sind, vermittelt werden.

    In diesem Zusammenhang soll unter Einbezug ausgewählter Objektbeschreibungen vor Ort zunächst der Begriff Bauforschung exakt abgeklärt werden. Darüberhinaus werden in einzelnen Arbeitsgruppen die häufigsten und wichtigsten Methoden der Bauwerksanalyse vorgestellt und z.T. am Objekt erprobt. Hierzu zählt neben einer objektiven Charakterisierung der Bausubstanz, das Zeichnen diverser Skizzen, das Vermitteln geodätischer Grundlagen sowie das Anlegen eines lokalen Messnetzes als Grundlage der digitalen Bauwerksdokumentation und schließlich der Umgang mit einem Tachymeter von der Stationierung des Messinstruments bis zur gemessenen Mauerlinie am Gebäude.

    Selbstversändlich können in den seltensten Fällen aus Kosten- und Zeitgründen alle Methoden gleichzeitig angewandt werden. Es ist daher ebenso wichtg in diesem Kontext auf die einzelnen Anwendungsgebiete wie auch auf die Vor- und Nachteile der jeweiligen Dokumentationstechniken hinzuweisen.

    Vor diesem Hintergrund soll abschließend die enge Verbundenheit von

    Bau- und Bodendenkmäler anhand digitaler Dokumentationsmöglichkeiten thematisiert werden.

     

    Referent: Roman Schneider MA studierte Archäologische Wissenschaften und Denkmalpflege an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seit 2014 arbeitet er freiberuflich im Bereich der Bauforschung und Archäologie. Er war unter anderem als Mitarbeiter an der Untersuchung des Richard Wagner Festspielhauses in Bayreuth sowie an der St. Sebald Kirche in Nürnberg beteiligt. Weiters ist Roman Schneider langjähriger Mitarbeiter im Forschungsprojekt „die Oberpfalz im frühen und hohen Mittelalter“. Sein Schwerpunkt liegt grundsätzlich auf der digitalen Dokumentation von Bau- und Bodendenkmälern.

  • Material turn – Wohin soll’s denn geh’n?

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 9:00 - 11:00

    Ort: Hörsaal 6, Franz-Klein-Gasse 1

    Referentin:  Nora Kuch

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag:  7 Euro

     

    Inhalt: Grundlage archäologischer Arbeit ist u.a. das Erlernen von Typologien und deren chronologischer Einordnung, seien es Keramik- und Steingefäße oder Gräber- und Wohnarchitektur. Doch Archäologie kann mehr!

    Unter dem Schlagwort material turn findet derzeitig eine Neubewertung archäologischer (Be)Funde statt, die sich mit sozial-anthropologischen Aspekten hinter der Materialität der Dinge befasst. So werden Dinge nun als Bedeutungsträger verstanden, die der kulturimmanenten Kommunikation dienten, und als Akteure in einem Interaktionsnetzwerk mit Menschen verbunden sind. Damit nimmt der jeweilige Kontext, in dem Dinge verwendet werden einen wesentlichen Stellenwert ein, da Bedeutungen nicht an der Materialität, bzw. der Form von Dingen fixiert sind, sondern vielschichtig und kontextbedingt veränderbar sind.

    In diesem Vortrag wollen wir uns diesen turn etwas genauer ansehen, um einen Blick auf interdisziplinäre, wissenschaftsgeschichtliche Strömungen zu werfen. Zudem versuchen wir die eigene Wahrnehmung für theoretische Anwendungsbereiche zu schärfen - oftmals verwenden wir bereits Theorien ohne uns dessen bewusst zu sein.

    Herzlich willkommen sind alle, die schon immer mal etwas zu den - im Unterricht oftmals unterrepräsentierten - Theorien wissen wollten. Gefragt sind lediglich Spaß an der gemeinsamen Diskussion und die Bereitschaft zum Mitdenken.

     

    Einführende Literatur:

    Mölders, D., Wolfram, S. (Hrsg.), Schlüsselbegriffe in der Prähistorischen Archäologie (Münster; New York: Waxmann, 2014); u.a. die Stichworte „Materielle Kultur“, „New Archaeology – Prozessuale Archäologie“, „Strukturalismus“, und „Postprozessuale Archäologie“.

     

    Eggert, M.K.H., Veit, U. (Hrsg.), Theorie in der Archäologie: Zur jüngeren Diskussion in Deutschland (Münster; München; Berlin [u.a.]: Waxmann, 2013).

     

    Referentin: Nora Kuch studierte Ägyptologie, Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte an der Ruprechts-Karls-Universität in Heidelberg. Seit 2015 am Institut für Ägyptologie an der Universität Wien tätig, wo sie zunächst an ihrer Dissertation arbeitete und  als wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt war. Zuletzt erhielt sie ein Stipendium durch den Stiftungsfond für Postgraduates der Ägyptologie (Hans-Goedicke-Stiftung) der Akademie der Wissenschaften in Wien.

  • Interaktive Webseiten und

    Online GIS Anwendungen selber entwickeln

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Seminarraum 13, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent: Stefan Eichert

    Teilnehmer: 15 Personen pro Kurs

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: In der aktuellen archäologischen Forschungs- und Förderungslandschaft spielt die digitale bzw. online Präsentation archäologischer Daten eine immer wichtiger werdende Rolle. Es reicht nicht mehr einfach nur Dateien oder Datensätze über das Web zur Verfügung zu stellen. Vielmehr gibt es zahlreiche Standards und Best Practice Empfehlungen, wie digitale Forschungsdaten und -ergebnisse der Öffentlichkeit über das Web zur Verfügung gestellt werden sollen/können/müssen. Der Workshop gibt im ersten Teil einen Überblick über bestehende Standards und (technische sowie konzeptionelle) Infrastrukturen. Im Hauptteil wird von den Teilnehmern selbst eine Webanwendung/Website erstellt, die archäologische (räumliche) Daten interaktiv kartographisch visualisiert. Dabei werden Grundlagen in HTML, Javascript, Leaflet und Web-Datenformaten (GeoJSON) vorgestellt und es wird vermittelt, wie man mit Open Source Technologie relativ schnell und unkompliziert Forschungsdaten in visuell ansprechender Form online verfügbar machen kann.

     

    Voraussetzungen:

    Kenntnisse: GIS Grundlagen

    Ausrüstung: Laptop (Maus empfohlen), Text Editor, Chrome oder Firefox in einer aktuellen Version

     

    Referent: Mag. Dr. Stefan Eichert ist Archäologe am Naturhistorischen Museum Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Frühmittelalter in Österreich und seinen Nachbarländern, Digital Humanities und Experimentelle Archäologie. Aktuell leitet er das THANADOS Projekt (https://thanados.net) in dem ein offenes Online Datenrepositorium aller frühmittelalterlichen Grabfunde Österreichs entwickelt wird.

  • Zeichnerische Dokumentation

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Sammlung UHA, Franz-Klein-Gasse 1

    Referentin: Friederike Junge

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Die zeichnerische Dokumentation ist Bestandteil jeder wissenschaftlichen Ausgrabung. Sie stellt einen ersten wichtigen Schritt des wissenschaftlichen Erkennens und Verstehens dar, da im Zeichenprozess die charakteristischen Merkmale eines Objektes hinsichtlich ihres Informationsgehaltes bewertet und strukturiert werden. Das technische Zeichnen von Objekten erfordert demnach eine bewusste Auseinandersetzung und grundlegende Kenntnisse des Materials.

    Im Workshop werden die Grundlagen der zeichnerischen und beschreibenden Dokumentation am Beispiel von Keramikgefäßen vermittelt. Mittels Originalen werden die Konventionen für das Erstellen von Bleistiftzeichnungen sowie deren Umsetzung in Tusche und digitalen Programmen (Adobe Illustrator) veranschaulicht und praktiziert.

     

    Von den Teilnehmer*innen mitzubringen:

    - (Druck-)Bleistift (HB–H), Radiergummi

    - schwarzer dünner Feinliner und zwei rechtwinklige Dreiecke, deren Skalierung unmittelbar am Rand beginnt.

     

    Referentin: Friederike Junge studierte Ägyptologie und Klassische Archäologie an der Universität Trier. Als Doktoratsstudentin am Institut für Ägyptologie an der Universität Wien beschäftigt sie sich mit Gefäßkeramik im Bestattungskontext.

    Ihre Berufserfahrung inkludiert Museumspraktika im Ägyptischen Museum Berlin und im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München, sowie Anstellungen als studentische Hilfskraft an den Instituten für Ägyptologie der Universität Trier und der Universität Wien zum Erstellen von Umzeichnungen von Tempelreliefs mittels Adobe Illustrator und dem Zeichnen der keramischen Funde in Abydos, respektive.

  • Osteoarchäologie

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Hörsaal 7, Franz-Klein-Gasse 1

    Referentin:  Nina Brundke

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Der angebotene Kurs richtet sich an Archäologen und Archäologinnen mit Interesse an der osteoarchäologischen bzw. anthropologischen Forschung. Ziel ist es, grundlegende bioanthropologische Kenntnisse im Umgang mit menschlichen Überresten zu vermitteln. Dafür werden im Rahmen des Workshops verschiedene Skelette in Kleingruppen bearbeitet. Zu Beginn der Untersuchung wird das Skelett anatomisch korrekt aufgelegt. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Seitenbestimmung der vorhandenen Knochen und ihre anatomische Lage. Anschließend wird eine Bestandsaufnahme in einem sogenannten Skelettmännchen vorgenommen.  Aufbauend darauf werden Techniken zur Alters- und Geschlechtsbestimmung bei erwachsenen Individuen erläutert und von den Teilnehmern an ihren Skeletten angewendet. Weiters werden grundlegende Unterschiede zwischen erwachsenen und subadulten Individuen besprochen. Abschließend soll grundlegendes Wissen über die Behandlung von menschlichen Überresten auf Grabungen und die korrekte Lagerung vermittelt werden. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten damit im Workshop ein Basiswissen über die Bearbeitung menschlichen Skelettmaterials und den richtigen Umgang mit diesem auf archäologischen Grabungen.

     

    Referentin: Nina Brundke arbeitet als Bioarchäologin am Österreichischen Archäologischen Institut. Sie hat in Bamberg Mittelalter- und Neuzeitarchäologie studiert. In ihrer Magisterarbeit befasste sie sich mit dem Gräberfeld von Mockersdorf (Deutschland). In Wien studierte sie Biologie mit Schwerpunkt Anthropologie. Derzeit arbeitet Nina Brunde am ÖAI, wo sie sich im Rahmen des ÖAW-finanzierten Projekts „THANADOS“ mit der Sammlung und Aufbereitung anthropologischer Daten von frühmittelalterlichen Gräberfeldern beschäftigt. Zudem bearbeitet sie aktuell die römischen Brandbestattungen aus Virunum sowie die Körperbestattungen vom Hemmaberg.

  • Einführung in die Archäozoologie

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: SE Ägyptologie, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent*in:  Herbert Böhm & Nisa Kirchengast

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Archäozoologie (Zooarchäologie) beschäftigt sich als Teilbereich der „Bioarchäologie“ mit den tierischen Überresten aus archäologischen Grabungen. Für die kulturelle Entwicklungsgeschichte des Menschen war die Nutzung tierischer Ressourcen essentiell, wodurch die Archäozoologie elementare Themen archäologischer Forschung behandelt.

    Der Workshop gibt einen kurzen Einblick in theoretische Grundlagen, Methoden und Aussagemöglichkeiten archäozoologischer Forschung.  Zudem werden die unterschiedlichen Überlieferungsformen von Tierknochenfunden und deren adäquate Behandlung auf der Ausgrabung und im Labor thematisiert.

    Nach der theoretischen Einführung wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, die erworbenen Kenntnisse an ausgesuchten archäologischen Proben praktisch anzuwenden.

    Ziel des Workshops ist es, ein grundsätzliches Verständnis für archäozoologische Methoden und Arbeitsweisen zu entwickeln sowie einen Überblick über deren Aussagepotenziale zu erhalten.

     

    Referent*in:

    Herbert Böhm studierte Ur- und Frühgeschichte an der Universität Wien und spezialisierte sich früh auf Archäozoologie und die Analyse prähistorischer Knochenartefakte. Er nahm als projektbezogener Mitarbeiter des Vienna Institute for Archaeological Science (VIAS) der Universität Wien an unterschiedlichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten als Archäozoologe teil. Momentan wird ein Dissertationsvorhaben zu Tierresten eines altägyptischen Anubisheiligtums im Rahmen eines Forschungsprojektes des Institutes für Ägyptologie verfolgt.

     

    Nisa Kirchengast ist Doktoratsstudentin am Institut für Klassische Archäologie an der Universität Wien. Neben den abgeschlossenen Studien der Klassischen Archäologie sowie Urgeschichte und Historischen Archäologie, absolviert sie derzeit das Bachelorstudium Paläobiologie an der Universität Wien. In ihrem Dissertationsprojekt steht, aufbauend auf den archäozoologischen Untersuchungen im Zuge ihrer Masterarbeit, die Bearbeitung von tierischem Knochenmaterial provinzialrömischer Fundplätze in Österreich im Fokus.

  • Denare, Drachmen und dergleichen -

    Einführung in die antike Numismatik

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Seminarraum 11, Franz-Klein-Gasse 1

    Referent:  Max Resch

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Numismatik kann als Wissenschaft von Münzen, Geld und deren Geschichte definiert werden. Gerade für Zeiten und Regionen mit geringerer schriftlicher Überlieferung kann über die Münzen ein direkterer Einblick in die Vergangenheit gewonnen werden. So auch für die Antike. Hier erzählen Münzen Geschichten von Herrschern und Selbstdarstellung, Göttern und Kulten. Und natürlich sind sie auch als Fundobjekte von archäologischer Bedeutung.

    In diesem Workshop werden wir uns den Grundzügen der antiken Münz- und Geldgeschichte vom Beginn der Münzprägung bis in die Spätantike annähern und auch die wichtigste (Bestimmungs-)Literatur und Online-Ressourcen kennenlernen.

    In praktischen Übungen legen die Teilnehmer*innen selbst Hand an und können mit Objekten der Sammlung des Instituts für Numismatik und Geldgeschichte das Beschreiben und Bestimmen antiker Münzen üben.

    Der Workshop erfordert keine Vorkenntnisse und ist sowohl für Anfänger*innen als auch numismatisch Fortgeschrittene geeignet.

    Zur besseren Einschätzung der Teilnehmenden und zur Anpassung der Workshopinhalte, bitte ich die angemeldeten Teilnehmer*innen, dieses Onlineformular bis zum 5. April auszufüllen: http://bit.ly/archaeoskills-numismatik.

     

    Referent: Max Resch studierte im Bachelor Alte Geschichte und Altertumskunde, anschließend im Master Numismatik und Geldgeschichte. Sein Fokus liegt dabei auf der antiken Numismatik, insbesondere auf der provinzialrömischen Münzprägung. Aktuell ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege im Rahmen eines Pro*Niedersachsen-Projekts mit der Aufarbeitung der römischen Fundmünzen von Kalkriese beschäftigt.

  • Textilarchäologie – Die Grundprinzipien

    Datum: Samstag, 02.05.2020

    Zeit: 14:00 - 18:00

    Ort: Naturhistorisches Museum

    Referentin:  Karina Grömer

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 15 Euro

     

    Inhalt: Der Schwerpunkt liegt auf der angewandten Forschung zu archäologischen Textilien und verwandten Quellen, um das Verständnis der Rolle der Textilproduktion und der Textilprodukte in der Geschichte der Menschheit zu verbessern – auch bei FachkollegInnen. Die Funde und deren Kontextinformationen werden dabei in Zusammenhang mit den wirtschaftlichen, sozialen, gesellschaftlichen Implikationen für prähistorische Gesellschaften diskutiert. Fokusregion und Zeit ist die Urgeschichte in Österreich und den Nachbarländern.

     

    Workshop-Module:

    Der Workshop zielt darauf ab, grundlegende Methoden zur Analyse von Textilwerkzeugen und Textilien aus archäologischen Kontexten zu erlangen, die verschiedene Module umfassen:

     

    - Die Erforschung archäologischer Textilien erfolgt mittels Analyse der Webtechniken, der Stoffqualität und der Faseranalyse. Auch das Verständnis der Prinzipien der Mikrostratigraphie ist eine wichtige Aufgabe. Dies wird je nach Gegebenheit zunächst mit Repliken archäologischer Objekte trainiert und dann auch auf Originale angewandt.

    - Standardisierte metrische Analyse von Textilwerkzeugen mit der vom Zentrum für Textilforschung Kopenhagen entwickelten Werkzeugdatenbank

    - Das Training beinhaltet verschiedene makro- und mikroskopische Techniken.

    - Diskussion des Interpretationspotentials der gewonnenen Daten nach technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten von Textilien in früheren Gesellschaften

     

    Referentin: Karina Grömer studierte Ur- und Frühgeschichte an der Universität Wien, Österreich. Sie spezialisierte sich auf Textilanalyse, Forschungen zu Textilproduktion und Rekonstruktion prähistorischer und historischer Gewänder. Seit 2008 arbeitete sie für verschiedene internationale Forschungsprojekte wie “DressID - Clothing and Identity”, “CinBA – Creativity in the Bronze Age” und “Chehrabad Saltmummy & Saltmine Exploration Project” am Naturhistorischen Museum Wien und ist seit 2012 fix angestellt. Die derzeitige Forschung beschäftigt sich mit der Analyse von Textilfunden aus Gräbern, Siedlungen und Salzbergwerken aus einem Zeitraum von 2000 v. Chr. bis 1000 n. Chr. Zu ihren Aufgaben gehört neben der Forschung auch das Fundaktenarchiv, Mitarbeit an Ausstellungsprojekten und Vortragstätigkeit.

    Karina Grömer hat in diesem Jahr an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien die Habilitation “Archaeological Textile Research - Technical, economic and social aspects of textile production and clothing from Neolithic to the Early Modern Era” eingereicht.

Exkursionen

 

 

 

 

 

Zur Anmeldung Anfahrt und Lageplan
  • Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums

     

    Datum: Sonntag, 03.05.2020

    Zeit: 11:00

    Teilnehmer: 15 Personen

    Unkostenbeitrag: 5 Euro

     

    Das Wiener Münzkabinett geht auf die kaiserlich-habsburgische Sammlung zurück, deren ältestes erhaltenes Inventar aus dem Jahre 1547 stammt. Heute gehört es zu den fünf größten und bedeutendsten Münzsammlungen der Welt. Mit seinen rund 600.000 Objekten aus drei Jahrtausenden umfasst es nicht nur Münzen, sondern auch prämonetäre Geldformen, Papiergeld, Aktien sowie Medaillen, Orden und Ehrenzeichen. Hinzu tritt eine reiche Sammlung an Prägewerkzeugen.

  • Kunsthistorisches Museum

    Datum: Sonntag, 03.05.2020

    Zeit: 11:00 und 14:00

    Teilnehmer: jeweils 20 Personen

    Unkostenbeitrag: 5 Euro

     

    Mit Anfang des Jahres 2012 hat das Kunsthistorische Museum unter der Leitung des neuen Adjunct Curators Jasper Sharp begonnen, eine neue Schwerpunktreihe zu moderner und zeitgenössischer Kunst in seinem Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm zu etablieren. Das Hauptaugenmerk des Kunsthistorischen Museums liegt – heute und in aller Zukunft – auf seinen historischen Sammlungen. Die Entscheidung des Museums, sich zusätzlich verstärkt für moderne und zeitgenössische Kunst zu engagieren, basiert auf der Absicht, zu einem tieferen Verständnis der Sammlungen beizutragen, den Kontext neu zu betrachten, in dem einzelne Objekte geschaffen und erworben wurden, und deren bleibende Relevanz für die BesucherInnen unserer Zeit zu unterstreichen.

  • Naturhistorisches Museum

    Datum: Sonntag, 03.05.2020

    Zeit: Vormittag (Uhrzeit tba) und 14:00

    Teilnehmer: jeweils 30 Personen

    Unkostenbeitrag: 5 Euro

     

    Die Highlights der Schausammlung der Prähistorischen Abteilung werden vorgestellt, vor allem die prähistorischen Goldfunde, die Venus von Willendorf, der Hallstattsaal und die Frühgeschichtesammlung. Ein kleiner Einblick hinter die Kulissen der Abteilung wird ebenso präsentiert mit den historischen Inventarbüchern, sowie einem Besuch in der Restaurierung und den Tiefspeicheranlagen. Der Weg führt dann auch hinauf auf das Dach des Museums mit einem Rundblick von oben auf die Ringstraße.

  • Römerstadt Carnuntum

    Datum: Sonntag, 03.05.2020

    Zeit: Vormittag (Uhrzeit tba)

    Teilnehmer: 30 Personen

    Unkostenbeitrag: 5 Euro (für das Zugticket ist selbst zu sorgen)

     

    Carnuntum war vom 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. eine bedeutende römische Weltstadt an der Grenze des Römischen Reichs. Durch die militärisch wichtige Lage zur Grenzsicherung und die Nähe zu großen Handelsrouten, entwickelte sich Carnuntum zur Hauptstadt der Provinz Oberpannonien mit rund 50.000 Einwohnern.

     

    Die Geschichte und wissenschaftliche Grundlagenforschung lebendig zu machen ist das Ziel der Römerstadt Carnuntum. Das Römische Stadtviertel mit wiederaufgebauten antiken Häusern, die Amphitheater und das Museum Carnuntinum als Schatzhaus von Carnuntum lassen die Antike wiederauferstehen.